Unregelmäßige Arbeitspläne: Geplante Zeit und Sollstunden verstehen

Geändert am Do, 9 Apr um 5:22 NACHMITTAGS

Erfahre hier, wie das System die geplante Zeit berechnet, wie Sollstunden bei unregelmäßigen Arbeitsplänen zustandekommen und wie sie verteilt werden.


1. Geplante Zeit verstehen

Das System bestimmt die geplante Zeit Deiner Mitarbeiter anhand einer festen Prioritätenliste. Es nutzt dabei immer die erste verfügbare Quelle:

  1. Schichtplan (Höchste Priorität)

  2. Arbeitsplan

  3. Mitarbeiter: Vertraglich wöchentliche Stunden und Arbeitstage definiert im Bereich Geschäftliche Informationen



2. Die tägliche Ansicht 

Jeder Tag zeigt die geplante Zeit Deines Mitarbeiters basierend auf der jeweiligen Situation:


SituationWas Du siehst
⚖️ Regulärer ArbeitsplanStunden aus dem Arbeitsplan
≠ Unregelmäßiger ArbeitsplanStunden aus dem Schichtplan
⛱️ Feiertag / Abwesenheit0h 0min
❌ Keine Schicht geplant0h 0min

Wichtig: Wenn für einen Tag kein veröffentlichter Schichtplan existiert, zeigt das System immer 0h 0min an.


Flowchart zum besseren Verständnis:



3. Die Begriffe klar unterscheiden

  • Geplante Zeit: Die Stunden, für die Dein Mitarbeiter laut Schichtplan oder Arbeitsplan eingeteilt ist.

  • Sollstunden: Die vertraglichen Wochenstunden abzüglich Abwesenheiten und Feiertage


4. Sonderfall: Kein aktiver Schichtplan

Falls Du einen unregelmäßigen Arbeitsplan nutzt, aber die Schichtplanung nicht aktiv ist, wird die geplante Zeit immer als 0h 0min ausgewiesen.


5. Die Sollstunden für unregelmäßige Pläne berechnen

Bei unregelmäßigen Plänen berechnet das System automatisch die Sollstunden als Füllwerte, um Lücken in der Planungsberechnung zu schließen.


Wann werden die Sollstunden angewendet? Wenn die geplante Zeit niedriger ist als die wöchentlichen Sollstunden, verteilt das System die fehlenden Stunden über die Woche. Zum Beispiel ist das der Fall für Mitarbeiter auf Abruf mit unregelmäßigen Arbeitszeiten. 


Die Berechnung:

Wöchentliche Sollstunden ÷ Mindestarbeitstage Tägliche Sollstunden

6. Die Verteilungslogik anwenden

Das System folgt bei der Verteilung klaren Regeln, um gesetzliche Limits einzuhalten:

Option 1: Gleichmäßige Verteilung der Sollstunden

Bedingung: Tägliche Stunden ≤ gesetzliches Tageslimit


Wöchentliche Sollstunden 
32h
Mindestarbeitstage4
Gesetzliches Tageslimit8h


Rechnung: 32 ÷ 48h 

Ergebnis: Den ersten 4 Arbeitstagen werden jeweils 8h zugewiesen.


Wichtig: Du wirst diese Verteilung der Sollstunden nicht in der monatlichen Ansicht im Mitarbeiterprofil > Anwesenheit bei den einzelnen Tagen als Geplante Stunden sehen. Du siehst sie in der Zeitspanne-Ansicht. 



Diese Rechnung erfolgt im Hintergrund und ist dann relevant, wenn der Mitarbeiter Abwesenheiten beantragt. Lies hier mehr zu den Abwesenheitsregelungen für unregelmäßige Arbeitspläne. 



Option 2: Deckelung und Ausweitung

Bedingung: Tägliche Stunden > gesetzliches Tageslimit


Wöchentliche Sollstunden 
32h
Mindestarbeitstage2
Gesetzliches Tageslimit8h


Rechnung: 32 ÷ 216h 



Ergebnis: Da 16h das Tageslimit überschreiten, musst Du die Stunden auf zusätzliche Arbeitstage verteilen, bis die 32h erreicht sind.


7. Zusammenfassung 

  • Priorität: Schichtplan vor Arbeitsplan vor Mitarbeiterprofil.

  • Kein Schichtplan: Führt immer zu 0h 0min.

  • Sollstunden: Dienen als Füllwert bei unregelmäßigen Pläne, damit das System im Hintergrund arbeiten kann. 

  • Gesetzliches Limit: Das System weist niemals mehr als das gesetzliche Tageslimit pro Tag zu.

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